Über das Stempeln
Wie werden Seifen gestempelt?
Meine Seifenstempel haben üblicherweise keinen Griff. Du kannst den Stempel auf die gewünschte Stelle deiner Seife legen und vorsichtig mit dem Handballen oder einem kleinen Gummihammer eindrücken. Je filigraner das Motiv ist, also je weniger Auflagefläche der Stempel auf die Seife hat, desto weniger Kraft brauchst du.
Drücke den Stempel etwa 2 mm tief ein und ziehe ihn vorsichtig wieder heraus. Das Stempelmotiv ist bei meinen Stempeln 5 mm hoch. Du hast also genügend Puffer, dass die Stempelbasis sich nicht mit abbildet, wenn der Stempel mal schief eindrückt.
Ich persönlich bevorzuge es, die Stelle vorher mit Isopropanol einzusprühen, damit keine Seifenreste am Stempel kleben bleiben. Einige SeifensiederInnen haben auch gute Erfahrungen gemacht, die Seife mit Frischhaltefolie abzudecken und darauf zu stempeln, damit nichts anklebt. Diese Methode eignet sich auch, wenn die Seifen noch sehr frisch und weich sind.
Kann ich auch mit Farbe stempeln?
Ja, die Stempel können auch mit Farben benutzt werden. Ich empfehle, dafür Micas oder andere Glanzpigmente zu verwenden.
Meine bevorzugte Methode ist, den Stempel vorher auf einem ölgetränkten Küchentuch leicht zu benetzen. Das Pigment gebe ich auf ein Stück Papier oder Alufolie, tupfe den Stempel vorsichtig hinein bis das Motiv komplett mit Farbe versehen ist, klopfe überschüssiges Farbpulver ab und drücke dann den Stempel auf die Seife. Das Mica funktioniert gleichzeitig gut als Trennmittel, so dass ich auf das Isopropanol auf der Oberfläche verzichten kann.
Welche Seifenrezepte eignen sich zum Stempeln?
Im Prinzip lässt sich jedes Rezept, das eine ausgewogene Komposition von festigenden und weichmachenden Ölen und Fetten beinhaltet, zum Bestempeln verwenden. Besonders harte Seifen, wie Soleseifen, eignen sich je nach Salzgehalt eher weniger. Sehr harte Salzseifen, also solche, die ungelöstes Salz enthalten, solltest du deinem Stempel zuliebe nicht bestempeln.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Stempeln?
Die Oberfläche deiner Seifen sollte gut abgetrocknet sein und sich nicht mehr klebrig anfühlen. Ich lasse meine Seifen in der Regel 2-3 Tage nach dem Ausformen und Schneiden trocknen, dann erst kommt der Stempel zum Einsatz. Je nach Rezept können Seifen auch noch mehrere Wochen später gestempelt werden.
Kann ich auch Melt & Pour-Seife (Gießseife) stempeln?
Ja, das geht! Aber ehrlich, ich empfehle es nicht.

Die Gießseifenbasen sind recht hart, von der Festigkeit in etwa mit Soleseifen zu vergleichen. Ein Stempelabdruck lässt sich nur mit viel Kraft anbringen. Ich bin keine Expertin in Sachen Melt-&-Pour-Seifen und habe auch keine Lust, damit weiter zu experimentieren, weil ich eindeutig selbstgesiedete Seifen vorziehe. Daher kann ich nicht beurteilen, wie sich die Eigenschaften der unterschiedlichen Seifenbasen voneinander unterscheiden oder sich durch Zusätze wie Öle, Düfte, Farben und Kräutern verändern. Ich lasse mich aber gern von Kennern der Materie belehren.
Mein Versuch, eine Seife aus einer Gießseifenbasis (Stephenson Melt & Pour Crystal Goat’s Milk Soap Base) ohne weitere Zusätze zu bestempeln, lieferte nur ein mittelmäßig befriedigendes Ergebnis.
Ich habe mehr Fragen zur Herstellung selbstgesiedeter Seifen…
Anleitungen zum Seifensieden gibt es viele im Internet. Wenn du noch nicht viel Erfahrung mit der Erstellung von Seifenrezepten hast, du dich gern mit netten SeifensiederInnen austauschen möchtest und Rat, Hilfe und Inspiration suchst, empfehle ich dir, mal im Seifen4um vorbeizuschauen!
Über die Seifenstempel von Frau M.
Wie werden die Seifenstempel hergestellt?
Die Stempel werden mittels 3D-Druck im sogenannten FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling = Schmelzschichtung) hergestellt. Dabei entsteht das Werkstück durch das schichtweise Auftragen von schmelzfähigem Kunststoff. Je nach Dicke der Schichten sind an den Seiten der Stempel noch feine Rillen zu spüren. Nach dem Druck wird jeder Stempel kontrolliert und – wenn nötig – an der Stempelfläche geschliffen und entgratet.
Aus welchem Material bestehen die Seifenstempel?
Die Stempel bestehen aus dem Biokunststoff PLA (Polylactide), einem häufig für den 3D-Druck eingesetzten Material, das aus pflanzlichen Rohstoffen wie Maisstärke hergestellt wird. Es zeichnet sich durch einfache Verarbeitbarkeit, hohe Beständigkeit gegen UV-Licht und Lösungsmittel aus. Ich verwende für meine Stempel ein PLA-Filament, dem Zusatzstoffe hinzugefügt wurden, um die Schlag- und Zugfestigkeit zu erhöhen. Grundsätzlich ist PLA aufgrund seiner Herkunft biologisch abbaubar, allerdings können die Bedingungen dafür nur in industriellen Kompostieranlagen erreicht werden.
Wie reinige ich die Stempel?
PLA ist gegenüber höheren Temperaturen nicht besonders stabil. Schon ab 60°C ist es verformbar. Die Stempel sollten daher auf keinen Fall in der Spülmaschine, sondern nur mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel oder Seifenlösung gereinigt werden! Eine weiche Zahnbürste hat sich zum Reinigen von filigranen Motiven gut bewährt. Hartnäckig haftende Seifenreste lösen sich nach dem Einweichen in Wasser gut. Die Stempel halten so ein Wasserbad auch mehrere Stunden gut aus, ohne sich zu verformen.
Nach dem Stempeln mit Farbpigmenten können Reste in den feinen Unebenheiten der Stempelfläche selbst nach gründlichem Reinigen übrigbleiben. Insbesondere bei dunklen Farben sieht der Stempel dann nicht mehr schön neu aus. Nach meiner Erfahrung übertragen sich solche hartnäckigen Farbreste aber nicht beim nächsten Stempeln mit einer helleren Farbe.
Über die Bestellung deines Wunschstempels
Wie bestelle ich einen Stempel nach meinen Wünschen?
Die direkte Bestellung eines individuellen Seifenstempels – Bild hochladen, Wunschstempel in den Warenkorb legen und ab zur Kasse – kann ich leider so nicht mehr anbieten. Natürlich fertige ich für dich gern dein Wunschexemplar an, aber nur noch nach vorheriger Sichtung der Vorlage.
Alle Informationen zur Wunschstempelbestellung sind umgezogen und finden sich jetzt auf dieser Seite.
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